• Lach, grins, grübel

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Kein Twitter. Kein Blog. Keine SMS. Laut Wikipedia ist die Sprache nach wie vor die erfolgreichste Kommunikationsform des Menschen. Dass der Mensch nicht nur die Fähigkeit, sondern auch das Bedürfnis hat zu sprechen und mit anderen zu kommunizieren zeigt ein Experiment, welches Kaiser Friedrich II. von Staufen im 13. Jahrhundert durchführte. Er wollte wissen, welche Sprache ein Kind sprechen wird, wenn man es als Baby mit keiner Sprache in Berührung kommen lässt. Das Experiment endete tragisch: Die Babys, die von ihren Ammen keinerlei „Eideidei” hören durften, starben noch vor Erreichen des Kleinkindalters.

Heute werden mehr als 5.000 Sprachen auf der Welt gesprochen, ein Drittel davon in Afrika. Wissenschaftler schließen sie aber in relativ wenige Sprachfamilien zusammen, vermutlich weniger als 20. Alle geselligen Tiere – von Bienen und Ameisen bis zu Walen und Affen – kommunizieren miteinander, aber nur Menschen haben eine Sprache entwickelt, die aus mehr als einer Anordnung von bestimmten Signalen besteht.

Definition von Edward Sapir (1921): „Sprache ist eine ausschließlich dem Menschen eigene, nicht im Instinkt wurzelnde Methode zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen und Wünschen mittels eines Systems von frei geschaffenen Symbolen“.

1994 tauchte dann zum ersten Mal das Wort „World Wide Web“ auf. Wie hat das Internet inzwischen unsere Sprache verändert?

Dahinschmelz, däumchendreh. ;-) *g* lach, grins, grübel. In Internet-Chats hat sich nach Untersuchungen von Wissenschaftlern ein neues Deutsch entwickelt. Dies habe bisher aber keine negativen Auswirkungen gehabt, denn Zeitungen und Fachliteratur haben den Aktionsworten und Kürzeln der Chat-Sprache bislang widerstanden. Ausserhalb des Internets taucht die Chat- Sprache bisher lediglich in Schüler-Zeitungen gehäuft auf. Vielleicht ist der Chat schon bald wieder aus der schnelllebigen Internet-Welt verschwunden. Das Skypen ist dabei, dem Chatten den Rang abzulaufen, wissen die Wissenschaftler. Besonders im Beruf verdränge die mündliche Kommunikation per Internet und Webcam das schnelle Getippe im Netz.

Zählen also bald wieder ganze Worte und sogar Sätze? Schreiben wir vielleicht auch wieder Briefe? Wie war die Zeit als man sich vor Telefonzellen anstellen musste? Als Verabredungen umständlich geplant wurden, weil es keine Möglichkeit gab sich unterwegs zu verständigen? Man darf gespannt sein..*g*

Buchtipp: Eine kleine Geschichte der Sprache; Fischer, Steven Roger

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